Kategorie: Abschlussjahr

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Kulcsar, Ruben; Mag. / Johannes Kepler Universität
Projektleitung intern
Rottensteiner, Erika; Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Kopp-Sixt, Silvia; MA BEd Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Johannes Kepler Universität
Laufzeit
2019 – 2021
Beschreibung
Ausgangspunkt ist die vielfache Klage von Lehramtsstudierenden, dass Ihre Ausbildung wenig praxisbedeutsam sei. Als Lösung dieses Problems schlagen Selbige in der Regel vor, einfach die Praxisanteile des Studiums zu erhöhen. Dort wo dies tatsächlich gemacht wird (z. B. Praxissemester in der deutschen Lehramtsausbildung) zeigt sich allerdings, dass die Klage häufig erhalten bleibt. Dies kann als erlebte kognitive Dissonanz interpretiert werden: die Erwartungen an die Ausbildung stimmen nicht mit dem tatsächlich Erlebten überein und diese wahrgenommene Diskrepanz mündet dann in dem naiven Ruf nach mehr „Praxisrelevanz“. Ausgehend davon widmet sich die österreichweite Studie den so genannten „Elementen der Lehrerbildungspraxis“. Damit sind methodische Settings im weitesten Sinn gemeint, die in der hochschulischen Lehre eingesetzt werden, z. B. Vermittlung von Techniken, Training, Reflexion etc. Es wurden im Vorfeld insgesamt sieben solcher Elemente als bedeutsam identifiziert, die aus den zwölf Figuren der Relationierung von Lehrerwissen und Lehrerkönnen (Neuweg, 2004) abgeleitet worden sind. Für diese sieben Elemente soll erfasst werden, welche subjektive Bedeutsamkeit ihnen zugesprochen wird. Zudem ist auch das subjektive Empfinden dieser Elemente von Interesse, sprich in welchem Ausmaß jemand diese Elemente in seinem Studium erlebt hat. Eine Diskrepanz liegt dann entsprechend dort vor, wo es eine Abweichung zwischen den Erwartungen an das Studium (= Bedeutsamkeitszuschreibungen) und dem Empfinden im Studium gibt.

In der ersten Hälfte des Jahres 2020 findet eine Vollerhebung mittels Online-Fragebogen unter den Studierenden der Lehramtsausbildungen für die Primarstufe (n=403), die Sekundarstufe Allgemeinbildung (n=1306) sowie die Sekundarstufe Berufsbildung (n=80) sowie Mentorinnen/Mentoren in Ausbildung (n=370) an der PH Steiermark statt. Diese reiht sich in ein in parallel laufende Erhebungen in denselben Zielgruppen in anderen österreichischen Bundesländern.

Im Anschluss daran ist die Auswertung der Daten mittels deskriptiver und explorativer Analyseverfahren geplant sowie eine Rückspielung der Ergebnisse in das Forschungsfeld im Zuge des Grazer Grundschulkongresses 2020 sowie des Kongresses der Internationalen Gesellschaft für schulpraktische Professionalisierung in Osnabrück 2021.

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Gilly, Dagmar; Mag.phil.
Vucsina, Sonja;
Projektleitung intern
Gilly, Dagmar; Mag. phil.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Gilly, Dagmar; Mag.phil.
Huber-Kriegler, Martina; Mag.phil.
Theißl, Eva; Dipl.Päd.
Vucsina, Sonja;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
RFDZ Sprachen und Kulturen
Treffpunkt Sprachen/Plurilingualismus
Universität Klagenfurt
Laufzeit
2012 – 2014
Beschreibung
Das Forschungsprojekt ist als Begleitforschung zum Projekt „Lernraum Schule – Deutschlandsberg“ (bm:ukk, PHSt, LSR Stmk., 2011 – 2014) angelegt, an dem Volksschulen und Hauptschulen/Neue Mittelschulen im Bezirk Deutschlandsberg beteiligt sind. Die Besonderheit der Region besteht darin, dass die oben genannten Schulen bereits damit begonnen haben, ihre Zusammenarbeit von einem gemeinsamen Leitbild her zu planen und zu organisieren. Ein wesentlicher Aspekt dieser schulübergreifenden Ko-operation ist z.B. der Austausch zur Nahtstellenproblematik (Primarstufe – Sekundarstufe I – Sekundarstufe II).
Basis und Ausgangspunkt für das vorliegende Projekt sind die Ergebnisse (Konzepte, Strategien, Instrumente) des Bundesprojekts „net-1/ Netzwerk innovativer Schulen“ (Stockhammer 2011). Im Projekt „Lernraum Schule – Deutschlandsberg“ sollen die fokussierten Schulen als Lern- und Sprach(en)raum forschend begleitet werden. Abgezielt wird auf förderliche Rahmenbedingungen für individualisierendes (Sprachen-)Lernen mit dem Ziel, in einem steirischen Bezirk modellhaft ein schulartenübergreifendes Netzwerk von Schulen zu erstellen, die dem (Sprachen-)Lernen bewusst gestalteten Raum (Spitzer, 2002) geben.
Im Zusammenspiel von Theorie und Praxis will das Forschungsteam am jeweiligen Standort den Aufbau einer effizienten Infrastruktur für Kompetenz- und Gemeinschaftsentwicklung in starken Lerngemeinschaften (Scharmer, 2009) initiieren, und zwar mit dem Ziel, die sprachlichen Kompetenzen der Lernenden durch Aktivierung aller Beteiligten – Leitung, Lehrende, Eltern, Schüler/innen – zu erweitern. Zu diesem Zweck werden die Erfahrungen und Ergebnisse aus dem Projekt laufend via Lernplattform den Lerngemeinschaften zugänglich gemacht.
In der Begleitforschung wird auf folgende netzwerkbasierte Unterrichtsentwicklung fokussiert:
• die an den Standorten sichtbaren relevanten Aspekte von Sprachenbewusstheit und
• die sich durch die Öffnung des Unterrichts, die Gestaltung und Bewusstheit des gemeinsamen und individuellen Lernraums entwickelnden Veränderungsprozesse mit einem Sprachenschwerpunkt.

Die spezifischen Forschungsfragen lauten:
1. Wie kann eine gestaltete Lernumgebung den bewussten Umgang mit Sprachen fördern, entwickeln?
2. Wie verändern sich Lernumgebungen/Lernräume in Hinblick auf Sprache(n) und Kommunikation im Rahmen der Transfer/net 1-Entwicklungsbegleitung an den involvierten NMS?
3. Was leisten kartographische Methoden für die Darstellung von Entwicklungsprozessen an Schulen und konkret für die Bewusstmachung von Sprache(n)?
4. Bei wem erzeugen die Interventionen auf Ebene der Entwicklungsbegleitung besonders deutliche Veränderungen bezogen auf Sprache und Kommunikation?
5. Woran sind Veränderungen erkennbar?

Durch Nutzung eines qualitativen Forschungsdesigns wird die Absicht verfolgt, in einem Lernraum die unterschiedlichen, heterogenen Elemente zu vernetzen und zu dokumentieren, um damit neue Handlungsräume bewusst und möglich zu machen.
Im Forschungsprojekt wird in Verschränkung mit Interventionen auf der Ebene von Schul- bzw. Unterrichtsentwicklung (SCHILF/SCHÜLF) versucht, beobachtbare Veränderungsprozesse in den Lernräumen zu rekonstruieren. Dazu werden die Entwicklung von Sprachbewusstheit, Dialogfähigkeit, Kommunikationsbereitschaft und -fertigkeiten gefördert. Zur Abbildung komplexer Zusammenhänge kommen qualitative Forschungsinstrumente wie Mapping, Fotodokumentation, Filme/Podcasts von Schüler/innen und Fokusinterviews zur Anwendung.

Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Matischek-Jauk, Marlies; HS-Prof. Mag. Dr. Dipl.-Päd. / 2200 Zentrum für Hochschuldidaktik und Personalentwicklung
Projektleitung intern
Matischek-Jauk, Marlies; HS-Prof. Mag. Dr. Dipl.-Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Amtmann, Elisabeth Andrea; Mag. Bakk. Prof. / 10300 Vizerektorin für Forschung und Hochschulentwicklung
Koschmieder, Corinna; Mag. Dr. Prof. / 2500 Zentrum für Forschungssupport
Stöckl, Claudia; Priv.-Doz. HS-Prof. Mag. Dr. / 2200 Zentrum für Hochschuldidaktik und Personalentwicklung
Externe Projektmitarbeiter/innen
Krammer, Georg; Priv.-Doz. Mag. Dr. / Johannes Kepler Universität Linz
Reicher, Hannelore; Ao. Prof. Mag. Dr. / Universität Graz
Kooperationspartner
Universität Graz
Laufzeit
2020 – 2026
Beschreibung
Das vorliegende Projekt untersucht den Verlauf, Determinanten und proximale Auswirkungen von Student Engagement im Kontext von Lehramtsstudien an Pädagogischen Hochschulen im Längsschnitt. Basierend auf dem Rahmenmodell von Kahu und Nelson (2018) wird unter “Student Engagement” ein multidimensionales Rahmenkonzept verstanden, das emotionale Komponenten (Interesse, Emotionen), kognitive Aspekte (selbstreguliertes Lernen, Tiefenlernen), und Verhaltenskomponenten (Partizipation, Zeit und Anstrengung sowie Interaktionen) einschließt. Indikatoren auf der personalen Ebene sind hohe Selbstwirksamkeit, positive Emotionen, das Gefühl der Zugehörigkeit und gutes Wohlbefinden.

Internationale Forschungen belegen, dass höheres Student Engagement positive Auswirkungen auf das Lernen, die akademische Leistung, auf das Wohlbefinden und die Zufriedenheit sowie einen positiven Einfluss auf das spätere Arbeitsleben nimmt (u.a. de Zordo, Hagenauer & Hascher, 2019; Hagenauer et al., 2018a). Strukturelle Merkmale der Hochschule, die dort Lehrenden und die Qualität der Lehre sind im Sinne eines „educational interface“ eng mit dem Konzept des Student Engagement verknüpft (Kahu, 2013; Kahu & Nelson, 2018). Im vorliegenden multimethodalen Forschungsprojekt, das als dreijährige Längsschnittstudie angelegt ist, wird die Schnittstelle von personalen Komponenten des Student Engagement mit psychosozialen Rahmenbedingungen an den Ausbildungsinstitutionen (Workload, Anforderungen, Lehre, Beziehungen zu den Lehrenden) und strukturellen Merkmalen der Ausbildungsinstitution (Curriculum, Zulassung zum Studium, Kultur, Werte, Richtlinien) erfasst. Die proximalen Auswirkungen auf der kognitiven Leistungsebene (Noten, Kompetenzen, Wissen, Lernverhalten) sowie der sozial-emotionalen Ebenen (Lernemotionen, Wohlbefinden, Zufriedenheit) werden in einem Längsschnittdesign über drei Jahre analysiert (Modul 1). Neben standardisierten Skalen werden auch andere Methoden wie Emotion Experience Sampling mittels digitaler App (Modul 2) sowie mittels qualitativer Methoden in Form von Gruppendiskussionen mit Lehrenden (Modul 3) eingesetzt. Aus den Ergebnissen sollen Schlussfolgerungen für die Förderung des Student Engagements sowie die verhaltens- und settingbezogene Gesundheitsförderung im weiteren Sinne gezogen werden. Zudem sollen Implikationen für die Qualitätsverbesserung der Lehre, die Professionalisierung der Hochschullehrenden und strukturelle Maßnahmen für die Organisationsentwicklung abgeleitet werden.

Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Moser, Daniela Barbara; Mag. Dr.phil.
Projektleitung intern
Moser, Daniela; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Pichler, Ernst; BOL Mag. Dipl.Päd.
Vogel, Walter; Mag. DDr.
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2012 – 2014
Beschreibung
Im Vorläuferprojekt „Learn2act“ wurde ein Kompetenzmodell entwickelt, in dem vier Basiskompetenzen in operationalisierte Teilkompetenzen differenziert werden. Kompetenz wird im Projekt im Sinne von zwei Perspektiven angesehen, nämlich hinsichtlich der Selbstorganisationsfähigkeit und hinsichtlich der Selbstorganisationszuständigkeit. Dispositionen zur Selbstorganisation lassen sich durch folgende Kriterien kennzeichnen: Geistige und instrumentelle Handlungen werden kreativ und methodisch selbst organisiert.
• Soziale Beziehungen können selbstorganisiert und zieloffen aufgebaut werden und es kann auf Basis derer kommuniziert werden.
• Selbsteinschätzungen, Selbstveränderungen und Selbstkonzeptbildungen können eigenständig vorgenommen werden. Menschen können sich selbst reflexiv in Lern- und Handlungsprozesse einbringen.
• Das eigene Antriebsgeschehen erfolgt ganzheitlich und selbstorganisiert und wird so selbst gesteuert. Auf diese Weise ist es möglich, zu lernen und zu handeln.
In Lehrveranstaltungen der Ausbildung erarbeiten Studierende Unterrichtsmethoden, die die Selbstorganisationsfähigkeit von Schüler/innen fördern. Dabei entwickeln Schüler/innen Lern- und Arbeitstechniken, die sie sowohl in der Schule als auch in der beruflichen Praxis im Lehrbetrieb anwenden. Im Projekt Learn&act soll die Wirkung der Unterrichtsmethoden auf die Lernergebnisse von Schüler/innen untersucht werden.
Ein weiterer Aspekt ist die Entwicklung von Forschungskompetenz von Lehrer/innen. Die Ausbildung an der PHSt kann hier einen wesentlichen Grundstein legen, den eigenen Unterricht zu erforschen. Im Projekt Learn&act erheben Studierende der Ausbildung, einem situativen Ansatz folgend (Lave/Wenger 2001), die Anforderungen an eine Unterrichtseinheit, entwickeln Unterrichtsmethoden, setzen passende Erhebungsinstrumente ein, werten die Ergebnisse aus und reflektieren und veröffentlichen diese.
Bei der Erhebung von Wirkungen spezifischer Unterrichtsmethoden auf die Kompetenzentwicklung von Schüler/innen im berufsbildenden Bereich werden folgende methodische Verfahren angewandt: Es erfolgt eine Sammlung von Vignetten, die die eingesetzten Unterrichtsmethoden und deren Wirkungen beschreiben, und die Erstellung einer Sammlung von Erhebungsinstrumenten, die sich aus der Aktionsforschung von Lehrer/innen in der Ausbildung ergeben.
Leitend bei den einzelnen Verfahrensschritten sind:
Wir wirkt sich der Einsatz von schülerorientierten Unterrichtsmethoden auf die Kompetenzentwicklung von Schüler/innen im berufsbildenden Schulwesen aus?
Wie wirken sich einzelne Unterrichtsmethoden auf personale, sozial-kommunikative, fachlich-methodische und handlungsorientierte Kompetenzen aus?
Wie wirken sich einzelne Unterrichtsmethoden auf die Lernergebnisse von Schülern und Schülerinnen aus?
Welche Lern- und Arbeitstechniken entwickeln Schüler/innen von berufsbildenden Schulen?
Welche Strategien zur Erforschung ihres Unterrichts entwickeln Lehrer/innen in der Ausbildung?
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Graß, Karl-Heinz; HS-Prof. Mag. Dr. / 6100 Institut für Elementar- und Primarpädagogik
Projektleitung intern
Graß, Karl-Heinz; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Kelz, Jakob; Mag. PhD. / 6100 Institut für Elementar- und Primarpädagogik
Longhino, Daniela; MEd Prof. / 6100 Institut für Elementar- und Primarpädagogik
Externe Projektmitarbeiter/innen
Schütky, Robert; Prof. Mag. Dr. / Private Pädagogische Hochschule Augustinum
Kooperationspartner
Praxisvolksschule der PH Steiermark
Private Pädagogische Hochschule Augustinum
Laufzeit
2020 – 2026
Beschreibung
Das Professionswissen von Lehrkräften der Mathematik ist seit einigen Jahren im Fokus mehrerer nationaler und internationaler Studien. Allen gemein ist, dass sie fachbezogenes Wissen als einen zentralen Aspekt professioneller Lehrerkompetenz beschreiben. Die hohe Relevanz des fachbezogenen Wissens der Lehrperson für die Mathematikleistungen der unterrichteten Schülerinnen und Schüler wurde in COACTIV auch empirisch belegt. Prediger betont, dass es an der Hochschule nicht nur um das Erlernen der später zu vermittelnden Stoffe gehen soll, sondern das Ziel der mathematischen Fachausbildung die „Mathematische Fundierung didaktischen Handelns“ einschließt. Dieser in einer Diskussion um die Gymnasiallehrerausbildung formulierte Anspruch lässt sich unserer Meinung nach direkt auf angehende Grundschullehrpersonen übertragen. Sie setzen sich zwar mit vermeintlich einfacherem Stoff auseinander, vermitteln aber in den ersten Schuljahren essenzielle mathematische Grundlagen, auf denen die gesamte weitere Schullaufbahn der Lernenden fußt. Dass angehende Grundschullehrpersonen, in Leistungstests signifikant schlechter abschneiden als angehende Lehrpersonen anderer Schulformen – auch in „grundschulrelevanten“ Inhaltsbereichen, zeigt auch empirisch, dass diese Art von Mathematik eben nicht „jeder kann“ und dass im Bereich der Grundschullehrerbildung noch einiges verbessert werden kann und sollte.
Neben fachspezifischem Wissen werden in der fachdidaktischen Forschung zunehmend auch nicht-kognitive Merkmale der Lernenden als bedeutungshaltige Voraussetzungen für Lernerfolg in Mathematik fokussiert. Unter nicht-kognitiven Merkmalen versteht man beispielsweise Interesse, Selbstkonzept, motivationale Orientierungen, Erwartungen und Werte sowie Einstellungen und Vorstellungen zum Lerngegenstand. Insbesondere für (angehende) Lehrerinnen und Lehrer ist eine positive Einstellung zum Fach, das sie später unterrichten werden von großer Bedeutung. „Weil Einstellungen in Lernprozessen erworben werden, in die die (sozialen) Umweltbedingungen wesentlich eingehen, kann man auch die These aufstellen, dass die Einstellungen der Lehrer, die Einstellungen der Schülerinnen und Schüler maßgeblich beeinflussen – zum einen in der direkten Kommunikation im Mathema-tikunterricht, zum anderen indirekt über die konkrete Ausgestaltung (Stoff- und Methodenauswahl, Beurtei-lungssystem) des Mathematikunterrichts“. Sehr treffend beschreibt diesen Zusammenhang auch Artmann in seinem Leserbrief „Zum Bild der Mathematik in der Öffentlichkeit“. Er konstatiert, „[…], dass das Bild der Mathematik für weiteste Kreise in der Schule geprägt wird. […] Die Mathematiklehrer sind ausschlaggebend für das Bild der Mathematik in der Öffentlichkeit.“
In Anbetracht dieser Überlegungen, wollen wir mit diesem Projekt, einerseits die Einflüsse nicht-kognitiver Merkmale auf das Lernverhalten angehender Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer und auf die fachbezogene Leistung selbiger analysieren und andererseits die Entwicklung der nicht-kognitiven Merkmale, des Lernverhaltens sowie der fachbezogenen Leistung während des Bachelorstudiums des Lehramts Primarstufe untersuchen. Um durch das Projekt die Wirksamkeit von einstellungs- und interessensfördernden Maßnahmen zu analysieren, wird ein Tutorensystem als Hilfestellung in den Lehrbetrieb implementiert und auf seine Wirksamkeit hin untersucht.
Für die konkrete Umsetzung dieser Ziele werden zu insgesamt fünf Messzeitpunkten neben den mathematischen Leistungswerten (Arithmetik) nicht-kognitive Merkmale erhoben, die die Einstellungen der Studierenden zur Mathematik (beispielsweise zum mathematischen Weltbild, zum Interesse am Fach Mathematik, zum mathematischen Selbstkonzept) sowie auf genutzte Lernstrategien liefern. Durch ein Zweikohortendesign werden zudem die Wirkungen des Tutorensystems durch einen Vergleich der beiden Kohorten analysiert.
Beschreibung (engl.)
Projektmitarbeiter*innen gesamt:

Graß Karl-Heinz,

Kelz Jakob,

Longhino Daniela,

Imp Christina (bis SoSe 24),

Krammer Georg (bis SoSe 24),

Stöckl Claudia (bis SoSe 24),

Gruber Christoph (bis SoSe 24)

Jana Sitte (PVS, Kooperationspartnerin)

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Bericht

EMW

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
König, Johannes; Prof. Dr. / Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Institut für Allgemeine Didaktik und Schulforschung
Rothland, Martin; Dr. / Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaft, Schulpädagogik/ Schul- und Unterrichtsforschung
Projektleitung intern
Pflanzl, Barbara Margarete; HS-Prof. Mag. Dr. Dipl.-Päd.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Amtmann, Elisabeth Andrea; Mag. Bakk.
Krammer, Georg Christoph; Mag. Prof.
Externe Projektmitarbeiter/innen
König, Johannes; Prof. Dr. / Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Institut für Allgemeine Didaktik und Schulforschung
Martin, Rothland; Dr. / Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaft, Schulpädagogik/ Schul- und Unterrichtsforschung
Kooperationspartner
Laufzeit
2012 – 2017
Beschreibung
Im Projekt Entwicklung berufsspezifischer Motivation und pädagogischen Wissens in der Lehrer/innenausbildung (EMW) wird neben der dreimaligen Erfassung von Motivation und Wissen im 1. und 5. Semester der Einfluss individueller Eingangsmerkmale, vermittelnder (Lern-/Leistungsmotivation im Studium) und institutioneller Faktoren (Lerngelegenheiten, Standortmerkmale) bestimmt. Studierende unterschiedlicher Lehrämter von 32 Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz werden einbezogen, um mehrebenenanalytische Modellierungen vorzunehmen und institutionsübergreifende sowie systemvergleichende Aussagen zu treffen. Zudem soll die Erhebung in drei deutschsprachigen Ländern die bislang intensiven, aber unverbundenen Forschungsbemühungen in den jeweiligen nationalen Kontexten in einem Projektzusammenhang zusammenführen und im Rahmen eines im Kontext der EMW-Studie zu etablierenden internationalen Forschungsnetzwerkes verstetigen. Die standortbezogenen Daten der PHSt werden zur eigenen Mitnutzung zur Verfügung gestellt.
Ziel des Projekts ist es, berufsspezifische Motivation und pädagogisches Wissen angehender Lehrpersonen längsschnittlich zu modellieren und dadurch Zusammenhänge zwischen den nicht-kognitiven und den kognitiven Komponenten der sich entwickelnden professionellen Kompetenz zu prüfen.

Unter anderem werden nachfolgende spezifische Fragen geprüft:
(1) Welche Veränderung und Stabilität weisen berufsspezifische Motivation und pädagogisches Wissen in den ersten zwei Jahren der Lehrerausbildung auf?
(2) In welchem Zusammenhang stehen berufsspezifische Motivation und pädagogisches Wissen zu Beginn und im Verlauf der Lehrerausbildung und welchen Einfluss hat dabei die Lern-/Leistungsmotivation im Studium?
(3) Welchen Einfluss haben Eingangsmerkmale der Studierenden als individuelle Faktoren (a) auf ihre berufsspezifische Motivation und ihr pädagogisches Wissen zu Beginn der Ausbildung sowie (b) auf die Veränderung von berufsspezifischer Motivation und den Erwerb von pädagogischem Wissen?
(4) Welchen Einfluss haben institutionelle Faktoren, d.h. die Nutzung von Lernangeboten sowie Standortmerkmale, auf die Veränderung von berufsspezifischer Motivation und den Erwerb von pädagogischem Wissen?
(5) Welche Gemeinsamkeiten, welche Unterschiede zeigen sich bei den Fragen (1) bis (4) im internationalen Vergleich, die sich mit den Lehrerausbildungssystemen erklären lassen?

Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Raunegger, Arno; Dipl.-Ing. BEd Prof. / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Schultermandl, Elisabeth; Mag. BEd Prof. / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Projektleitung intern
Raunegger, Arno; Dipl.-Ing. BEd Prof.
Schultermandl, Elisabeth; Mag. BEd Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Krammer, Georg Christoph; HS-Prof. Mag. Dr. / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Rottensteiner, Erika; HS-Prof. ILn Mag. Dr. / 6500 Institut für Praxislehre und Praxisforschung
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2020 – 2023
Beschreibung
Im Bachelorstudium Lehramt Sekundarstufe des Entwicklungsverbundes Süd Ost starten die Studierenden ihre Pädagogisch-Praktischen Studien mit der Absolvierung des Orientierungspraktikums. Dieses fachunabhängige Praktikum absolvieren sie an einer (Neuen) Mittelschule. Das Orientierungspraktikum stellt den Beginn eines wesentlichen Bestandteils des Lehramtsstudiums Sekundarstufe Allgemeinbildung der PädagogInnenbildung NEU dar, nämlich der pädagogisch-praktischen Studien.
Die Hauptziele des Orientierungspraktikums sind einerseits die Einleitung eines strukturierten Perspektivenwechsels von der Schülerinnen- bzw. Schülerrolle in die Lehrerinnen- bzw. Lehrerrolle und andererseits die Klärung der persönlichen Eignung für den Beruf einer Lehrperson, indem die getroffene Berufswahl noch einmal kritisch hinterfragt wird. Im Orientierungspraktikum hospitieren und reflektieren die Studierenden den Unterricht einer Ausbildungslehrperson und bekommen einen ersten Einblick in die Berufswelt einer Lehrperson.
In Forschungsprojekt „Hospitationen und Co-Teaching im Orientierungspraktikum – Zusammenhang mit FIT CHOICE und BIG FIVE?“ soll erkundet werden, ob sich Berufswahlmotive (FIT-CHOICE) und Persönlichkeitsdimensionen (BIG FIVE) von Studierenden in dem Semester verändern, in dem die Studierenden ihr Orientierungspraktikum absolvieren. Gibt es einen Unterschied hinsichtlich der Berufswahlmotive (FIT-CHOICE) und Persönlichkeitsdimensionen (BIG FIVE), wenn die Studierenden im Orientierungsprakti-kum auch Aspekte des Co-Teaching erleben? Welche Formen des Co-Teaching können in einem fachunabhängigen Orientierungspraktikum eingesetzt werden. Ändert sich das Nachdenken über die eigene Berufswahl, wenn das bisherige Orientierungspraktikum um Co-Teachingelemente erweitert wird?
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Breckwoldt, Annette; Dr. / Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) GmbH
Fache, Elodie; Dr. / IRD Montpellier
Projektleitung intern
Kowasch, Matthias; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Bambridge, Tamatoa; Dr.
Cillauren, Espérence;
David, Victor; Dr.
Degremont, Marlène;
Delisle, Aurélie; Dr.
Dousset, Laurent; Dr.
Ferse, Sebastian; Dr.
Gilbert, David; Dr.
Glaser, Marion; Dr. habil.
Govan, Hugh; PhD
Hornridge, Anna-Katharina; Prof. Dr.
Klepp, Silja; Prof. Dr.
Kon Kam King, Juliette;
Le Meur, Pierre-Yves; Dr.
Moisinger, Anke;
Moizo, Bernard; Dr.
Moosdorf, Nils; Dr.
Pascht, Arno; Dr.
Pauwels, Simone; Dr.
Pilling, Graham; PhD
Rauchholz, Manuel; Dr.
Riéra, Léa;
Rodary, Estienne; Dr.
Sabinot, Catherine; Dr.
Siriwardane-Dezoysa, Rapti; PhD
Smith, Neville;
Tidd, Alex; PhD
Veitayaki, ; Ass.Prof. PhD
Kooperationspartner
Laufzeit
2018 – 2022
Beschreibung
The South Pacific region represents a unique context in which local communities and their political representatives are increasingly committed to integrated management of marine resources and spaces after a predicted dissolution of related community-based activities in the 1970s. This holds especially true for fisheries, the main field of activity in this oceanscape and a critical component of local livelihoods, national and regional economies, and global fish supplies. Fisheries remain one of the most important concerns on the national and regional policy agendas in the Pacific.
Recent studies have started to take into account the multi-faceted aspects of Pacific fisheries by articulating ecological and economic perspectives. Our project aims at broadening this endeavour by re-embedding coastal and oceanic fisheries in their wider context and by exploring the large web of socio-cultural, geopolitical and policy connections within which fishing practices occur.
For this, we will conduct an interdisciplinary and multi-level analysis across diverse scales and dimensions of fisheries, fisheries management and marine governance in the South Pacific region, including local perceptions and practices, global changes and drivers, and national and regional management frameworks and strategies. This analysis will focus on three study areas: New Caledonia, Vanuatu and Fiji where fieldwork periods will be conducted.
Three thematic areas will be at the core of the project’s cross-sectional investigations:
1) An environmental anthropology assessment of social values of places and resources in connection with offshore and inshore fisheries;
2) A socio-political ecology perspective on interwoven fisheries and conservation issues within marine protected areas;
3) A policy analysis of the inclusion of fisheries in marine spatial planning.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Hadjichambis, Andreas; Dr. / Cyprus Center for Environmental Research and Education
Projektleitung intern
Kowasch, Matthias; Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 – 2022
Beschreibung
European Network for Environmental Citizenship (ENEC) aims to improve understanding and assessment of environmental citizenship in European societies and participating countries. Environmental Citizenship is a key factor in EU’s growth strategy (Europe 2020) and its vision for Sustainable Development, Green and Cycle economy and Low-carbon society (EU-roadmap 2050). The Integrated Network of the Action will diminish the barriers between human, economic, social, political and environmental sciences multiplying the knowledge, expertise, research and insights of different stakeholders (researchers, scholars, teachers, practitioners, policy officials, NGOs, etc.) related in Environmental Citizenship. The different macro- and micro- level dimensions of formal and non-formal education that could lead to Environmental Citizenship will be focused. By developing National, European and International collaborations ENEC will enhance the scientific knowledge and attention to Environmental Citizenship. Expected deliverables include: a) the creation of a web-site, b) a repository database of scientific measures and evidence based interventions that target Environmental Citizenship, c) the facilitation of scientific training schools, short term scientific missions, conferences and d) the dissemination of collaborative working papers, scientific reports, proceedings, academic publications, policy and recommendation papers and an edited book on Environmental Citizenship. The Action will conceptualize and frame the Environmental Citizenship and will develop new research paradigms and metrics for assessing the Environmental Citizenship. Good examples and best educational practices leading to pro-environmental attitudes, behaviour and values will be highlighted and promoted. Policy measures and recommendations will be proposed. The Action will serve as a vehicle to defragment the knowledge and expertise in Environmental Citizenship.
The focus of the project is in Primary and Secondary Education – Formal and Non-Formal. Informal education (e.g. media, social media, etc.) and Adult Education are out of ENEC’s scope. Therefore, the project is organized in four working groups: a) Environmental Citizenship through Primary Formal education, b) Environmental Citizenship through Primary Non-Formal education, c) Environmental Citizenship through Secondary Formal education, d) Environmental Citizenship through Secondary Non-Formal education.
Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Waldner, Ines Irmgard; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Waldner, Ines Irmgard; Dr.rer.nat.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Klinger, Sabine; Mag.a Dr.in phil. / Universität Graz
Maurer, Lisa; Mag.a / STERTZ – Steirische Ernährungs- und Technologiezentrum GmbH
Mikula, Regina; Ao. Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in / Universität Graz
Mittischek, Lisa; Mag.a / Universität Graz
Kooperationspartner
STERTZ – Steirische Ernährungs- und Technologiezentrum GmbH
Universität Graz
Laufzeit
2020 – 2022
Beschreibung
In diesem vom Zukunftsfonds des Landes Steiermark geförderten Projekts werden auf Basis vorausgehender Analysen mediendidaktische Konzeptionen für die Ernährungs- und Verbraucherbildung ausgestaltet. Die Leitfrage lautet: (Wie) wirken sich Influencer, YouTuber und Co. auf die Lebensrealität von jungen Menschen im Sinne der Nutrition und Consumer Literacy aus und welche fachdidaktischen Herausforderungen ergeben sich hieraus?
Das Forschungsvorhaben beinhaltet ein mehrstufig angelegtes Design, bei dem sowohl die Perspektiven von Lehrpersonen und Studierenden als auch von Kindern und Jugendlichen selbst miteinbezogen werden. Daraus werden mediendidaktische Materialien für fachspezifisch Lehrende an Hochschulen und Lehrerinnen und Lehrer an Schulen entwickelt, aus denen klar hervorgehen soll, mit welchen Zielgruppen in welcher Form mit und in Medien gearbeitet werden soll. Durch die wissenschaftliche Herangehensweise wird ein hoher Grad an Selbstbestimmung der Heranwachsenden gefördert sowie deren Sozialräume als Erfahrungs- und Lernräume in Handlungsempfehlungen integriert.
Die Ergebnisse werden einem breiten Publikum vorgestellt und zudem über die interaktiv gestalteten Materialien und Fortbildungen nachhaltig an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren weitergegeben, was die beruflichen Kompetenzen von Lehrpersonen zukunftsfähig stärken soll.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht