Mit der gemeinsamen Entwicklung von virtual rELLAty nach der Citizen-Science-Methode soll dieses Vorhaben realisiert werden, in dem ELLA, ein Training zur Förderung von emotionalen und
sozialen Kompetenzen in der Primarstufe gemeinsam mit potenziellen Nutzer*innen im virtuellen Raum weiterentwickelt und verankert wird. Es wird danach gefragt, welche Funktionen, Inhalte und Kategorisierungen eine solche Plattform bereithalten muss, um von Lehrer*innen und Eltern verwendet zu werden und welche Architektur es braucht bzw. wie die Oberfläche gestaltet sein muss, um den Benutzer*innen (Lehrer*innen, Eltern, Schüler*innen) die Anwendung zu erleichtern? Damit wird im Projekt das Ziel verfolgt gemeinsam mit den Adressat*innen eine Oberfläche zu entwerfen, die das Training abbildet und Raum für Weiterentwicklung bietet, um den Bedürfnissen der Adressat*innen gerecht zu werden. Realisiert soll dies mit den Methoden des Mappings und mittels Fokusgruppengesprächen werden. Durch die Übersetzung von ELLA in den virtuellen Raum soll eine nachhaltige Verankerung des Thema am Schulstandort und in der Lebenswelt der Adressat*innen gewährleistet und ein digitalisierter Raum für den gegenseitigen Austausch sowie für die Weiterentwicklung der Inhalte eröffnet werden.
With the joint development of virtual rELLAty according to the Citizen Science method, this project is to be realised, in which ELLA, a training course for the promotion of emotional and social skills, is to be developed.
Social competencies in the primary school together with potential users inside the virtual space is further developed and anchored. It is asked which functions, contents and categorisations such a platform has to provide in order to be used by teachers and parents and which architecture it needs or how the user interface has to be designed in order to make it easier for the users (teachers, parents, pupils) to use? The aim of the project is to design an interface together with the addressees that represents the training and offers space for further development in order to meet the needs of the addressees. This is to be realised using mapping methods and focus group discussions. By translating ELLA into the virtual space, a sustainable anchoring of the topic at the school location and in the life world of the addressees should be ensured and a digitised space opened up for the mutual exchange as well as for the further development of the contents.
Das Projekt „ELLA: Wohlfühlen für ALLE“ wird über einen Zeitraum von drei Jahren an steirischen Volks- und Mittelschulen realisiert.
1. Niederschwellige Sensibilisierung und Wissensvermittlung für Schulen zum Thema „Kompetenzen zur Stärkung der psychosozialen Gesundheit und Resilienz“. Alle steirischen Volks- und Mittelschulen können über Newsletter erreicht und zum Thema psychosoziale Gesundheit und Resilienz informiert werden.
2. Gestaltung niederschwelliger Angebote an Schulen: Schulen, die sich Angebote wünschen, die zur standortspezifischen Schulentwicklung laut Schulentwicklungsplan beitragen können aus einem Pool an Angeboten jene wählen und durchführen, die der Zielerreichung dienen. 13 Volks- und 13 Mittelschulen können dieses Angebot nutzen.
3. Schulen (5 Volks- und 5 Mittelschulen) an denen ein gesundheitsfördernder Schulentwicklungsprozesses mit Fokus auf die psychosoziale Gesundheit aller Zielgruppen gelegt wird: Schulen, die bereit sind einen gesundheitsfördernden Schulentwicklungsprozess mit Fokus auf die psychosoziale Gesundheit aller Zielgruppen durchzuführen, erhalten eine individuelle Prozessbegleitung, die ermöglicht, ausgehend von den standortspezifischen Themen und Zielen, einen individuellen Prozess zu planen und durchzuführen. An diesen Schulen werden von Lehrkräften mit den Schüler*innen jeweils für die Altersstufe konzipierte Trainings durchgeführt. Die Trainingsangebote werden in einem definierten Zeitraum von jeweils 12 Wochen in zwei Schuljahren realisiert. Die Lehrkräfte erhalten eine Einschulung ins Training und werden über die Trainingsdauer hinweg vom Projektteam begleitet. Parallel zur Durchführung der Trainings werden zum Thema sozial-emotionale Kompetenzen und psychische Widerstandskraft Onlineseminare für Eltern angeboten.
Das Projekt ist so konzipiert, dass nach erfolgreicher Durchführung Projektergebnisse vorliegen, die von verschiedenen Akteuren und Akteurinnen genutzt und in die Praxis übertragen werden können. Durch das Vorliegen von Beispielen gelungenen Case Managements und von Berichten zu den Trainings wird der Praxistransfer unterstützt.
Da sich das Beratungskonzept innerhalb der Begleitung der Schulen verändert (Wechsel nach dem 2. Durchgang), besteht die Möglichkeit zwei Durchgänge (z.B. 2 und 3 Durchgang) vergleichend zu analysieren.