Kategorie: Fachdidaktische Forschung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Lindner, Doris; HS-Prof. Mag.a Dr.in / KPH Wien/Krems
Projektleitung intern
Kink-Hampersberger, Susanne Gertrude; MA Bakk. Prof.
Wierzbicka, Aleksandra; Mag. BEd Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Lindner, Doris; HS-Prof. Mag.a Dr.in / KPH Wien/Krems
Sattlberger, Eva; HS-Prof.in Mag.a Dr.in / KPH Wien/Krems
Kooperationspartner
KPH Wien/Krems
Laufzeit
2024 – 2026
Beschreibung
Post-migrantische Jugendliche in pluralen Gesellschaften stehen vor der Herausforderung, ihre Identität zwischen den Traditionen ihrer Herkunftsfamilien und den Anforderungen der Mehrheitsgesellschaft zu definieren. Diese explorative Studie untersucht, wie Jugendliche ihre Identität und politischen Überzeugungen im Spannungsfeld zwischen familiären Traditionen und gesellschaftlichen Erwartungen aushandeln. Ein zentraler Aspekt der Studie ist die Frage, welche Bedeutung Gruppendynamiken, insbesondere in Peer-Groups, für die Identitätsbildung und politische Orientierung der Jugendlichen haben.
Befragt werden Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren, die einen postmigrantischen Hintergrund haben und in Wien oder der Steiermark leben. Diese Altersgruppe von Jugendlichen wird als besonders relevant betrachtet, da sie häufig mit spezifischen Herausforderungen in Bezug auf Identität und politische Orientierung konfrontiert ist.
Das Projekt verfolgt dabei einen qualitativen, explorativen Forschungsansatz, der als Ergänzung der Lebensweltenstudie 2025 – Kapitel Politik, Demokratie und Ängste –
fungiert. Ziel ist es, die Perspektiven der Jugendlichen und ihre Erfahrungen in einem breiteren und tieferen Kontext zu erfassen. Dazu werden Fokusgruppen eingesetzt, in denen sich Jugendliche über ihre Erfahrungen und Meinungen bezüglich ihrer Identität, politischen Orientierung und möglichen Ausgrenzungserfahrungen austauschen können. Die Auswertung der Daten erfolgt inhaltsanalytisch, um deskriptive Konzepte und Zusammenhänge zu entwickeln.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Freytag, Florian; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Freytag, Florian; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Logar, Arno; Mag.phil. Prof. / 6800 Institut für digitale Medienbildung
Externe Projektmitarbeiter/innen
Berzsenyi-Schweitzer, Viktoria; MMag. Dr. / Pädagogische Hochschule Burgenland
Leitgeb, Thomas; HS-Prof. Dr., BEd MA MA / Pädagogische Hochschule Burgenland
Kooperationspartner
Pädagogische Hochschule Burgenland
Laufzeit
2025 – 2026
Beschreibung
Im kompetenzorientierten Fachlehrplan der Primarstufe für Bewegung und Sport liegt der Fokus auf der Entwicklung individueller Handlungsfähigkeit. Diese umfasst operative Handlungsfähigkeit, also motorische Fähigkeiten und Fertigkeiten, sowie reflexive Handlungsfähigkeit, die eine selbstbestimmte und reflektierte Teilhabe an der Bewegungs- und Sportkultur ermöglicht. Ein effektiver Sportunterricht fördert die integrative Entwicklung beider Dimensionen und schafft die Grundlage für eine aktive, nachhaltige Teilnahme an vielfältigen Bewegungserfahrungen.

Motorische Leistungsfähigkeit ist zentrale Grundlage sportlicher Kompetenzen. Der Ansatz der motorischen Basiskompetenzen (MOBAK, Herrmann et al., 2017) unterscheidet die Dimensionen „Etwas-Bewegen“ (z. B. Werfen, Fangen, Dribbeln) und „Sich-Bewegen“ (z. B. Gleichgewicht halten, Rollen, Springen). Ergänzend beschreibt Bös et al. (2009) einen fähigkeitsorientierten Zugang, der konditionelle (z. B. Kraft, Ausdauer) und koordinative Fähigkeiten (z. B. Rhythmisierung) differenziert. Diese bilden die Basis für motorische Fertigkeiten, die im Sport erworben und beobachtet werden können.

Zur Erfassung motorischer Kompetenzen wurden die Testverfahren „Deutscher Motorik-Test“ (DMT, Bös et al., 2009) und „Motorische Basiskompetenzen“ (MOBAK, Herrmann et al., 2017) entwickelt. Beide dienen der Diagnostik motorischer Fähigkeiten bei Kindern. Der DMT misst leistungsorientierte Fähigkeiten wie Ausdauer und Kraft, der MOBAK alltagsrelevante Basiskompetenzen. Ziel ist jeweils, Förderbedarfe zu erkennen und die Grundlage für Unterrichtsevaluation zu schaffen.

Die Entwicklung motorischer Kompetenzen wird durch Faktoren wie Geschlecht, Migrationshintergrund und Wohnort beeinflusst. Jungen erzielen bessere Leistungen im Bereich „Etwas-Bewegen“, Mädchen im Bereich „Sich-Bewegen“. Kinder mit Migrationshintergrund zeigen häufig geringere Aktivität und reduzierte Leistungen. Der Einfluss des Wohnorts variiert, teils mit besseren Ergebnissen bei Kindern aus ländlichen Regionen.

Längsschnittdaten von Herrmann et al. (2017) belegen signifikante Leistungszuwächse im Schuljahr, wobei Kinder mit höherem BMI geringere Fortschritte zeigen. Die KiGGS-Studie zeigt, dass sozioökonomische Faktoren und Vereinsmitgliedschaften positiv mit motorischer Leistungsfähigkeit zusammenhängen.

Forschungsprojekte der PH Steiermark erweitern diese Erkenntnisse. Studien zeigen Leistungsunterschiede je nach Geschlecht, Migrationshintergrund und Wohnort. Auffällig ist, dass Schüler*innen mit hohem Migrationsanteil im Bereich „Etwas-Bewegen“ besser abschneiden, während Klassen mit geringem Migrationsanteil bei „Sich-Bewegen“ bessere Ergebnisse zeigen. Dies betont die Bedeutung einer differenzierten Betrachtung von Sozialisationsbedingungen.

Ein weiterer Schwerpunkt betrifft die Anwendung von MOBAK und DMT. Die aktuelle Studie „Neuromotorisches Lernen“ an der PH Burgenland untersucht, wie diese Instrumente zur ganzheitlichen Erfassung motorischer Entwicklung beitragen können.

Die Vernetzung vorhandener Daten aus Projekten der PH Steiermark und PH Burgenland ermöglicht tiefere Einblicke in soziale Einflussfaktoren und unterstützt die Identifikation von Förderbedarfen. So können gezielte Maßnahmen im Sportunterricht entwickelt werden. Das Ad-hoc-Forschungsvorhaben bildet die Grundlage für ein Folgeprojekt im Rahmen von Forum Primar. Es nutzt bestehende Daten und bereitet methodisch darauf vor, in einem größeren Projekt zusätzliche Kontextmerkmale – etwa sozioökonomischen Status – systematisch zu integrieren und motorische Entwicklung in Verbindung mit Sozialisationsbedingungen differenziert zu analysieren.

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Hoheneder, Nina; BSc. MSc PhD. Prof.
Luschin-Ebengreuth, Nora; Mag. Dr. Prof.
Projektleitung intern
Hoheneder-Arrer, Nina; HS-Prof. BEd BSc. MSc PhD.
Luschin-Ebengreuth, Nora; Mag. Dr. Prof.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Hecke, Karin; Mag.a Dr.in / Universität Graz
Kooperationspartner
Universität Graz
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Im Forschungsprojekt wird der Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe, insbesondere im Hinblick auf biologische Inhalte im Sachunterricht und den Fachunterricht Biologie und Umweltbildung in der Sekundarstufe in den Fokus gestellt. Der Übergang stellt für Schüler*innen eine Herausforderung dar (Maaz et al., 2010), da der Unterricht in der Primarstufe oftmals integrativer und schüler*innenzentrierter ist, während der Unterricht in der Sekundarstufe stärker fachorientiert und systematisierend aufgebaut ist. Dieser Wandel ist nicht nur auf die inhaltliche Tiefe und Fachorientierung des Unterrichts zurückzuführen, sondern auch auf den Wechsel der Lehrmethoden und Unterrichtsziele. Im Forschungsprojekt wird untersucht, inwiefern der Übergang von Primar- zu Sekundarstufe für Schüler*innen erleichtert werden kann und welchen Beitrag Lehrpersonen dazu leisten können. Dies richtet den Blick insbesondere auf die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften.

Für einen erfolgreichen Übergang sind spezifische Kompetenzen der Lehrpersonen erforderlich, die sowohl fachliche als auch didaktische Aspekte umfassen. Wissen über fachdidaktische Ansätze, über Inhalte des benachbarten Fachunterrichts sowie über Vorwissen und Präkonzepte der Schüler*innen kann den Lehrpersonen helfen, ihren Unterricht anzupassen und eine anschlussfähige Wissensvermittlung zu ermöglichen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Flexibilität der Lehrpersonen eine entscheidende Rolle, da sie in der Lage sein müssen, ihren Unterricht an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Schüler*innen in den Übergangsphasen anzupassen. Wichtige Maßnahmen sind hier eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften der Primar- und Sekundarstufe.

Ein zentraler Punkt des Projekts ist die Rolle der Hochschulausbildung (Aus- und Fortbildung von Lehrpersonen). Das Projekt untersucht, inwieweit Themen wie Transition und Vernetzung zwischen Bildungsstufen in den Curricula der Hochschulen integriert sind, welche Vorstellungen Hochschullehrpersonen über diese Übergänge haben und wie sie Ansätze zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen den Schulstufen in ihre Lehrveranstaltungen einbinden. Lehrende können durch ihre eigene Haltung und durch den Einsatz geeigneter Lehrmethoden erheblich dazu beitragen, wie Studierende die Bedeutung der Vernetzung zwischen den Schulstufen verstehen und in ihre zukünftige Lehrpraxis integrieren. Ziel ist es, auf Basis der Ergebnisse Vorschläge für curriculare Anpassungen zu entwickeln und die hochschuldidaktische Praxis weiterzuentwickeln.

Im Rahmen des Forschungsprojekts werden Studierende des Bachelorstudiums Lehramt Biologie und Umweltbildung und des Masterstudiums Lehramt Primarstufe in gemeinsamen Projektarbeiten und Treffen vernetzt. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit fördert das Verständnis für die Anforderungen der jeweils anderen Schulstufe, stärkt Kommunikations- und Teamfähigkeiten und erweitert die Reflexionskompetenz der Studierenden. Durch die Praxisnähe der Projektarbeiten wird den Studierenden ermöglicht, die theoretischen Konzepte direkt auf die Herausforderungen im Unterricht anzuwenden und ihre eigenen Lehrmethoden kritisch zu hinterfragen Die Projektergebnisse liefern wertvolle Erkenntnisse für die Ausbildung von Lehrpersonen und die Verbesserung des Übergangs zwischen Primar- und Sekundarstufe.

Das geplante Forschungsprojekt baut auf dem bereits abgeschlossenen Forschungsprojekt “SU-BU vernetzt” auf, welches in den Studienjahren 2022/23 und 2023/24 an der PH Steiermark durchgeführt wurde (Hecke, Hoheneder & Luschin-Ebengreuth, 2024).

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Karner, Andrea; HS-Prof. Mag. BEd PhD.
Projektleitung intern
Karner, Andrea; HS-Prof. Mag. BEd PhD.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Dorner, Christian Harald; HS-Prof. Mag. Dr. BSc. / 6200 Institut für Sekundarstufe Allgemeinbildung
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Federación Española de Sociedades de Profesores de Matemáticas Matemáticas
Kore University of Enna
Universidad de Córdoba
Universität Bayreuth
Universität Bielefeld
Laufzeit
2025 – 2028
Beschreibung
Das Projekt TeToM widmet sich der gezielten diagnosebasierten Förderung mathematischer Basiskompetenzen bei Schüler*innen der Sekundarstufe I (Klassen 5–8 / Alter: 11–14 Jahre). Im Zentrum steht die Entwicklung eines umfassenden Weiterbildungsangebots für Lehrpersonen, das auf digitalen und analogen Fördermaterialien basiert. Diese Materialien adressieren zentrale mathematische „key skills“ in Arithmetik und Algebra – wie das Verständnis von Zahlbereichen, Operationen oder funktionalen Zusammenhängen – und schließen an diagnostische Verfahren an, die bereits Defizite in diesen Bereichen erkennen können.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Kreinbucher-Bekerle, Christoph; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Kreinbucher-Bekerle, Christoph; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Hochschule Bielefeld
Lebenshilfe Brakel
Verein Sportbündel
Laufzeit
2026 – 2027
Beschreibung
Beschreibung (engl.)
There are manifold positive effects of regular physical activity and sport on all domains of health and well-being. These effects are irrespective of age, gender, origin or a potential disability. However, people with intellectual disabilities show lower levels of physical activity and sport participation is mainly underrepresented due to several structural issues. Thus, it is important to promote healthrelated physical activity behaviour and open the organised sports world for the target group of people with intellectual disabilities.

Against this backdrop, regional specific guidelines on physical activity promotion have been developed both in Graz (Austria) and in Bielefeld (Germany). The aim of PASpo-ID is to bring those documents together, explore the content with physically active and inactive people with disabilities in a participatory approach and create a final handbook on physical activity promotion in an easy-toread version of German and English language. Thus, it can be guaranteed, that more people with intellectual disabilities and their caregivers can be reached and benefit from the results.

The project consortium is set up of the two tertiary education organisations PHSt and HSBI, having experience in health promotion in people with intellectual disabilities as well as a social service provider for people with intellectual disabilities (Lebenshilfe Brakel, Germany) and an inclusive sport club (Sportbündel, Austria), to promote a healthy lifestyle and increase the physical activity levels in

people with intellectual disabilities.

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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Kreinbucher-Bekerle, Christoph; Mag. Dr.
Projektleitung intern
Kreinbucher-Bekerle, Christoph; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Inklusionsreferat des Österreichischen Tennisverbandes (ÖTV)
LebensGroß, Forschungsbüro Menschenrechte
Laufzeit
2025 – 2026
Beschreibung
Die positiven Auswirkungen regelmäßiger körperlicher Aktivität auf das körperliche, psychische und soziale Wohlbefinden sind unbestritten (Misener & Darcy, 2014). Dies gilt für alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlechtszugehörigkeit, Herkunft oder einer möglichen Beeinträchtigung. Dennoch gibt es einige Hinweise dafür, dass Menschen mit Beeinträchtigungen aus unterschiedlichen Gründen ein geringeres Bewegungsverhalten aufweisen und weniger an organisierten Sportangeboten partizipieren (Martin Ginis et al., 2021). Die Beteiligung an (inklusiv gestalteten) (Schul-)Sportveranstaltungen (Kreinbucher-Bekerle, 2021) oder dem Vereinssport (Eghbalpour, 2024) haben neben den positiven Auswirkungen auf alle Aspekte von Gesundheit zudem ein hohes Potential zur Förderung sozialer Inklusion (Anneken, 2013).

Die Teilhabe an unterschiedlichen Sportangeboten ist ein Menschenrecht, das in der UN-Behindertenrechtskonvention, die seit 2008 in Österreich gilt, verankert ist (Aichele, 2012). Aus bisherigen Forschungsarbeiten ist bekannt, dass Menschen mit Beeinträchtigungen mit einigen Herausforderungen konfrontiert sind, z.B. mangelnde barrierefreie Gestaltung (Bükers & Wibowo, 2020) oder strukturelle Voraussetzungen einer Veranstaltung (Klenk et al., 2019).

Die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen an Sportveranstaltungen ist in zweierlei Form erreichbar: Einerseits besteht die Möglichkeit aktiv als Teilnehmer:in an Sportveranstaltungen teilzunehmen. Eine eigene aktuelle Erhebung aus dem Tennissport zeigt, dass die Teilnahme von Menschen mit körperlichen und intellektuellen Beeinträchtigungen an regulären Tennisveranstaltungen von allen Beteiligten begrüßt wird, jedoch weiterhin Herausforderungen hinsichtlich der barrierefreien Gestaltung existieren (Kreinbucher-Bekerle, 2025). Der Tennissport bietet mit dem Ranking System (ITN) ähnlich wie das „Handicap“-System im Golf die Chance, dass Personen unterschiedlichen Geschlechts, Alters oder einer Beeinträchtigung mit und gegeneinander spielen können (Österreichischer Tennisverband, 2025). Inklusive Spiel- und Turnierformate sind jedoch nach wie vor selten und bislang noch nicht systematisch beforscht worden.

Neben einer Teilnahme als Spieler:in oder Athlet:in an einer öffentlichen Sportveranstaltung, ist die Perspektive der Mitarbeit als Volunteer eine zweite Möglichkeit der Partizipation an Sportveranstaltungen. Auch in diesem Bereich sind Menschen mit einer Beeinträchtigung bislang unterrepräsentiert, was unter anderem auf strukturelle Voraussetzungen und fehlende Ausbildungsmöglichkeiten hindeutet (McDowell et al., 2022). In einer kürzlich durchgeführten eigenen Studie konnte gezeigt werden, dass die Inklusion bei Sportevents aus der Sicht von Volunteers mit Beeinträchtigung und Organisator:innen von beiden Seiten sehr positiv wahrgenommen wird (Jobst & Kreinbucher-Bekerle, 2025). Dennoch bleiben Fragen der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen bei öffentlichen Sportveranstaltungen weitgehend ungeklärt, es benötigt dafür eine interdisziplinäre Zusammenarbeit unterschiedlicher Forschungsdisziplinen und Praxispartnern.
Fragestellungen

Vor dem Hintergrund der aktuellen und skizzierten Forschungslage ergeben sich die folgenden Fragestellungen bezüglich der Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigungen an öffentlichen Sportveranstaltungen:

• Wie kann eine Teilnahme oder Mitarbeit von Menschen mit Beeinträchtigungen an öffentlichen Sportveranstaltungen gelingen?
• Welche Herausforderungen ergeben sich diesbezüglich bei den Sportarten Laufsport und Tennis?

Beschreibung (engl.)
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Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Gros, Michael; / Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes
Projektleitung intern
Edtstadler, Konstanze; HS-Prof. Mag. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes
Technische Universität Graz
Laufzeit
2024 – 2026
Beschreibung
Die zunehmende Digitalisierung erfordert die interdisziplinäre Entwicklung von fachdidaktisch elaborierten und innovativen digitalen Angeboten: Im Falle des vorliegenden Projektes IDeRBlog ts (=to school) wird dieses Ziel für das (Recht-)Schreiben und somit für den Erwerb einer Schlüsselqualifikation des Faches Deutsch ab der Grundstufe 2 verfolgt. In den beiden vorherigen IDerBlog-Projekten wurde eine webbasierte Blogging – Plattform für Schüler/innen ab acht Jahren erstellt. Schülerinnen und Schüler schreiben, überarbeiten und publizieren selbst verfasste Texte. Sie lesen die Beiträge von anderen Mitschülerinnen und Mitschülern und können diese anderen veröffentlichten Blog Beiträge kommentieren.
Beim Verfassen der Texte erhalten Schüler:innen „auf Knopfdruck“ strategiebasierte Rückmeldungen zu den unterlaufenen Rechtschreibfehlern, um die Fehler angeleitet ausbessern zu können. Dieses direkte Feedback ermöglicht, dass die Rechtschreibkorrektur als Teil des Schreibprozesses erlebt wird, wodurch das Überarbeiten als integraler Bestandteil des Schreibens von Texten vermittelt wird. Die inhaltliche Überarbeitung vor der Veröffentlichung erfolgt durch die Kommentare der Lehrpersonen – ebenso innerhalb dieser digitalen Plattform.
Kernstück dieser Plattform zur Analyse der Rechtschreibung ist das intelligente Wörterbuch, das Schüler/innen im Falle bereits kategorisierter Rechtschreibfehler verschiedene strategiebasierte Rückmeldungen zur Korrektur gibt und mithilfe von Learning-Analytics-Methoden entsprechend den unterlaufenen Fehlern zu Rechtschreibübungen und Rechtschreibkursen weiterleitet. Im nunmehrigen dritten Projekt IDeRBlog ts ist es die Aufgabe der PH Steiermark, das intelligente Wörterbuch auf Basis der verfassten Texte zu erweitern.
Außerdem erfolgt eine Aktualisierung und Erweiterung der bereits vorhandenen, nach Rechtschreibkategorien geordneten Übungsdatenbank. Zudem werden innerhalb der vorhandenen Plattform neue Funktionalitäten integriert wie z. B. die urheberrechtliche sichere Implementierung von Bildern in die Blogbeiträge oder die farbige Hervorhebung von Lehrerinnen- und Lehrerkommentaren.
Eine weitere wichtige Verbesserung im Rahmen des länderübergreifenden Vorhabens des Digitalpakts 2019-2024 der Bundesrepublik Deutschland besteht in der Möglichkeit, sich mit der Benutzerkennung des Identitätsmanagementsystems der beteiligten Bundeländer Saarland und Nord-Rhein Westfalen per single sign on an der Plattform IDeRBlog ts anzumelden.
Beschreibung (engl.)
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Schnabel, Thomas; / Fachhochschule Salzburg
Projektleitung intern
Starzacher, Marion; HS-Prof. Dipl.-Ing. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Münzer, Lisa Janine; BEd
Schneider-Lenz, Tobias;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Fachhochschule Salzburg
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Im Bildungsvorhaben Work with Wood, WoW! werden multiperspektivische und multimediale Zugänge in Form von analogen und digitalen Unterrichtsmaterialien zum Thema Bauen mit Holz für Lehrpersonen der Sekundarstufe forschungsgeleitet entwickelt und in Schulen erprobt. Eines der angestrebten Ziele ist die Verknüpfung von Theorie und Praxis sowie die Verknüpfung von analogen Inhalten und Fertigungstechniken mit digitalen Medien und digitalen Verfahren.
Beschreibung (engl.)
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Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Starzacher, Marion; HS-Prof. Dipl.-Ing. Dr.
Projektleitung intern
Starzacher, Marion; HS-Prof. Dipl.-Ing. Dr.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Knam, Lea;
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Siemens Mobility Austria GmbH
Laufzeit
2024 – 2025
Beschreibung
Entwicklung von vier Toolkits im MINT-Bereich, um MINT Inhalte im Alltag angreifbar und begreifbar zu machen. Die Toolkits enthalten analoge sowie digitale Inhalte und Beschreibungen
Beschreibung (engl.)
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Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Enzinger, Sonja Michaela; MMag. PhD. Prof.
Projektleitung intern
Enzinger-Mühlbacher, Sonja Michaela; HS-Prof. MMag. PhD.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Luschin-Ebengreuth, Nora; Mag. Dr. Prof. / 6100 Institut für Elementar- und Primarpädagogik
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kowasch, Matthias; Mag. Dr. / Sorbonne Université
Kooperationspartner
Inland Norway University of Applied Sciences, Faculty of Education
Sorbonne Université
Laufzeit
2024 – 2027
Beschreibung
Als Socioscientific Issues werden interdisziplinäre Themen bezeichnet, die aktuelle gesellschaftliche und ethische Fragen ver-binden (z.B. Klimawandel, Nachhaltigkeit, Tier- und Naturschutz). Diese komplexen Themenbereiche beinhalten Problemstel-lungen, die eine multiperspektivische Betrachtung nötig machen und bei denen es keine einfachen Lösungen gibt. Sociosci-entific Issues werden als wichtiger Bestandteil des naturwissenschaftlichen Unterrichts angesehen. Jugendliche sollen in der Schule zur Teilhabe am gesellschaftlichen Diskurs befähigt werden und lernen, mit komplexen Problemstellungen umzugehen. Diese Forderung wird auch in den österreichischen Lehrplänen immer wieder hervorgehoben und wird auch dadurch deutlich, dass in den neuen Lehrplänen für die Unterstufe „politische Bildung“ sowie „Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung“ eigene Kompetenzbereiche darstellen. Kontroverse Themen sollen auch als solche dargestellt werden und die SchülerInnen sollen die Möglichkeiten erhalten, im Spannungsfeld verschiedener Interessen zu verantwortungsvollen Entscheidungen zu kommen, um die Herausforderung demokratische Prozesse erlebbar zu machen. Es gibt allerdings eine Vielzahl an Hindernissen, die die Inklusion von Socioscientific Issues (und der inkludierten ethischen Fragestellungen) in das Unterrichtsgeschehen er-schweren, wie beispielsweise die Unsicherheit seitens der Lehrkräfte, Diskussionen mit den SchülerInnen zu diesen komple-xen Problemstellungen durchzuführen. Vorhandene Vorstellungen und Weltbilder von Personen haben einen eklatanten Ein-fluss auf die Bewertung von Problemstellungen und der Berücksichtigung betroffener Entitäten (z.B. Menschen, Tiere oder der Umwelt). Wissen zu vorhandenen Vorstellungen von SchülerInnen können Lehrpersonen bei der Vorbereitung sowie Durch-führung multiperspektivischer Diskurse im Unterricht unterstützen. Dem Unterricht in der Schule kommt eine ganz besondere Rolle zu: Zum einen bietet der Unterricht Möglichkeiten, vorhandenen Vorstellungen der SchülerInnen zu reflektieren und zu erweitern, zum anderen werden aber auch im Rahmen des Unterrichts (beispielsweise mittels Schulbücher) Weltbilder sowie Vorstellungen zu Mensch, Tier und der Umwelt vermittelt.
In der vorliegenden Studie sollen Schulbücher des Biologie- und Geografieunterrichts auf transportierte Weltbilder sowie Vor-stellungen zu Mensch, Tier und der Umwelt untersucht werden. Beide Fächer behandeln komplexe Themen wie beispielsweise Klimawandel, Nachhaltigkeit oder Naturschutz und nehmen die Rolle des Menschen bei diesen Problemstellungen in den Blick. Mittels qualitativer Inhaltsanalyse werden thematisch geeignete Schulbuchtexte aus Unter- und Oberstufe der Fächer Biologie und Umweltbildung sowie Geografie und wirtschaftlicher Bildung analysiert. Ziel ist es, einen Überblick über die ver-mittelten Weltbilder sowie Vorstellungen zu Mensch, Tier und der Umwelt zu erhalten. Die Daten aus den beiden Fächern werden auch einer vergleichenden Analyse unterzogen.
Das übergeordnete Ziel der Studie liegt in der Entwicklung von Lehrerfortbildungen, um Lehrpersonen bei der Abhaltung eines kompetenzorientierten Unterrichts zu unterstützen. Eine Sensibilisierung von Lehrkräften hinsichtlich vermittelter Weltbilder und Vorstellungen zu Mensch, Tier und der Umwelt im Rahmen von Schulbüchern, kann diesen helfen, um die SchülerInnen zu gezielten Reflexionen anzuregen. Auch die Vorbereitung und Durchführung von Diskussionen zu Socioscientific Issues kann erleichtert werden, wenn Lehrpersonen Wissen zu erwartbaren Vorstellungen und Weltbildern, die bei ihren SchülerInnen vorhanden sind, haben. Des Weiteren soll basierend auf den Studienergebnissen Unterrichtsmaterial entwickelt werden, um die in Schulbüchern vermittelten Weltbilder einer kritischen Reflexion im Unterricht zugänglich zu machen.
Beschreibung (engl.)
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Bericht