Projektdetails
Anstrengung kann als „Stärke der Leistungsmotivation beim Lösen der Aufgabe“ (Asendorpf, 2011, S. 73) definiert werden. Schwierige Aufgaben können – bei durchschnittlichen bzw. geringen Fähigkeiten – nur dann erfolgreich gelöst werden, wenn ausreichend Anstrengung aufgewendet wird. Dabei werden individuellen Fähigkeiten und die Aufgabenschwierigkeit in Relation gesetzt und die subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit der voraussichtlich aufzuwendende Anstrengung gegenübergestellt. Erst dann erfolgt, im optimalen Fall eine Inangriffnahme der Aufgabe. Diese Bilanzabwägung hängt nicht nur von der subjektiv eingeschätzten Fähigkeiten und der Aufgabenschwierigkeit ab, sondern auch von der individuellen Anstrengungsbereitschaft. (Rudolph, 2013, S. 144).
Das Interesse dieser querschnittlichen Studien widmet sich den genannten Aspekten vor dem Hintergrund der individuellen Belastung von Kindern in der Primarstufe. In der quantitativen Feldstudie werden Kinder der Primarstufe mittels eines bewährten Fragebogens befragt. Die Daten werden von den betroffenen Lehrpersonen (Studierenden im Masterstudium) deskriptiv und inferenzstatistisch ausgewertet. Evaluierungsberichte auf Klassenebene werden entwickelt, Vergleiche über den Klassenrahmen hinaus werden angestellt.