Forschungsschwerpunkt: Ernährung

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Steiermark
Sprache
Projektleitung gesamt
Hoheneder, Nina; BSc. MSc PhD. Prof.
Projektleitung intern
Hoheneder-Arrer, Nina; HS-Prof. BEd BSc. MSc PhD.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Gollner, Veronika; BEd MSc / 6200 Institut für Sekundarstufe Allgemeinbildung
Oberauner-Wappis, Lisa Maria; Dr. Bakk. MSc Prof. / 6200 Institut für Sekundarstufe Allgemeinbildung
Externe Projektmitarbeiter/innen
Angele, Claudia; Assoz. Prof.in Dr.in paed. habil. / Universität Wien
Kooperationspartner
Universität Wien
Laufzeit
2024 – 2027
Beschreibung
Mit dem Studienfach „Ernährung, Gesundheit und Konsum“ aus dem Lehramtsstudium Sekundarstufe Allgemeinbildung an der PHSt wurde bereits vor einigen Jahren ein sehr wesentlicher Meilenstein in der Weiterentwicklung eines durchwegs traditionell
behafteten Unterrichtsfaches „Ernährung und Haushalt“ (EH) gelegt. Die ernährungsbezogene Ausbildung von EHLehrpersonen
wurde mit Einführung des Studiums um die beiden sehr wichtigen Lehr- und Lernbereiche Gesundheit und Konsum erweitert, wobei sich das Studienfach zu einer weitreichenden, zukunfts- und nachhaltigkeitsrelevanten, lebensweltbezogenen und fachwissenschaftlich stark vertieften Ausbildungsform von Lehrpersonen etabliert hat. Die Umstellung der Ausbildung brachte jedoch auch mit sich, dass selbst Jahre nach der Einführung des Studiums Diskrepanzen auf verschiedenen Ebenen zwischen Studium und schulischer Praxis entstanden sind. Diese zeigen sich insbesondere in Form von unterschiedlichen Zugängen zu Unterrichtspraxis, Lehr- und Lerninhalten, Methoden und dem Einsatz von Fachwissen.
Hier steht eine traditionelle, auf den Aufbau von Kompetenzen zur Nahrungszubereitung ausgelegte EH-Praxis einer modernen, zeitgerechten Praxis gegenüber, welche den Aufbau ernährungs-, gesundheits-, nachhaltigkeits- und konsumrelevanter Kompetenzen in den Mittelpunkt rückt.
Das Forschungsprojekt „Transform EH“ beschäftigt sich mit dem Übergang von der genannten konservativen EH-Praxis zu einem zeitgemäßen Unterricht, welcher insbesondere den Ansprüchen des neuen Lehrplans für die Mittelschule entspricht und dabei den Charakter eines überdurchschnittlich lebensweltnahen und handlungs- sowie kompetenzorientierten Unterrichts beibehalten kann. In diesem Transformationsprozess steht insbesondere ein gelingender Theorie-Praxistransfer zwischen Studium und schulischer Praxis im Fokus, welcher auf Basis von Ergebnissen aus einem qualitativen Forschungszugang erarbeitet werden soll.
Beschreibung (engl.)
URL
Bericht

Projektdetails

Hochschule
Pädagogische Hochschule Oberösterreich
Sprache
Projektleitung gesamt
Drenowatz, Clemens; HS-Prof. MMag. Dr. Priv.-Doz.
Projektleitung intern
Drenowatz, Clemens; HS-Prof. MMag. Dr. Priv.-Doz.
Interne Projektmitarbeiter/innen
Externe Projektmitarbeiter/innen
Kooperationspartner
Laufzeit
2017 –
Beschreibung
Die Forschung zum Gesundheitsverhalten ist von zentraler Bedeutung, um aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im Gesundheitswesen wirksam zu begegnen. Gesundheitsverhalten umfasst alle Verhaltensweisen, die die Gesundheit erhalten, fördern oder beeinträchtigen können. Insbesondere Bewegung und Ernährung nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein, da sie maßgeblich mit der Entstehung, dem Verlauf und der Prävention zahlreicher chronischer Erkrankungen verbunden sind. Angesichts steigender Prävalenzen von Übergewicht, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gewinnt die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit diesen Verhaltensweisen zunehmend an gesellschaftlicher Relevanz.

Bewegung und körperliche Aktivität gelten als zentrale Schutzfaktoren für die physische und psychische Gesundheit. Dennoch zeigen Studien, dass ein großer Teil der Bevölkerung die empfohlenen Bewegungsumfänge nicht erreicht. Forschung im Bereich des Bewegungsverhaltens ist notwendig, um zu verstehen, welche individuellen, sozialen und strukturellen Faktoren Bewegung fördern oder hemmen. Dazu zählen unter anderem Motivation, Selbstwirksamkeit, soziale Unterstützung, aber auch Umweltbedingungen wie Infrastruktur, Arbeitsbedingungen oder digitale Mediennutzung. Nur auf Grundlage solcher Erkenntnisse lassen sich zielgruppenspezifische und nachhaltige Interventionen entwickeln, die Menschen langfristig zu einem aktiven Lebensstil befähigen.

Auch das Ernährungsverhalten hat einen wesentlichen Einfluss auf die Gesundheit. Eine unausgewogene Ernährung mit hohem Energiegehalt und geringer Nährstoffdichte trägt zur Entwicklung chronischer Erkrankungen bei und beeinflusst somit die Lebensqualität. Gleichzeitig ist Ernährung stark kulturell, sozial und ökonomisch geprägt. Forschung zur Ernährung ermöglicht es, komplexe Entscheidungsprozesse beim Essverhalten besser zu verstehen und Wechselwirkungen zwischen Wissen, Einstellungen, Verfügbarkeit von Lebensmitteln und tatsächlichem Verhalten zu analysieren. Diese Erkenntnisse sind entscheidend, um wirksame Strategien der Ernährungsbildung, Prävention und Gesundheitspolitik zu entwickeln.

Die besondere Bedeutung der Forschung liegt zudem in der Wechselwirkung von Bewegung und Ernährung. Beide Verhaltensweisen beeinflussen sich gegenseitig und entfalten ihre gesundheitlichen Effekte häufig erst im Zusammenspiel. Forschung, die diese Zusammenhänge integriert betrachtet, trägt zu einem umfassenderen Verständnis von Energiehaushalt, Körperzusammensetzung und Stoffwechselprozessen bei. Dadurch können ganzheitliche Präventions- und Interventionsansätze entwickelt werden, die über isolierte Maßnahmen hinausgehen.

Darüber hinaus ist die Forschung zum Gesundheitsverhalten essenziell, um gesundheitliche Ungleichheiten zu reduzieren. Sozioökonomische Faktoren haben einen erheblichen Einfluss auf Bewegungs- und Ernährungsgewohnheiten. Wissenschaftliche Erkenntnisse helfen, vulnerable Gruppen zu identifizieren und Maßnahmen zu entwickeln, die Chancengleichheit im Zugang zu gesundheitsförderlichen Lebensbedingungen verbessern. Dabei kommt auch der Schule eine wichtige Rolle zu, da in diesem Setting ein Großteil der Kinder und Jugendlichen unabhängig von den sozioökonomischen Voraussetzungen erreicht und miteingebunden werden können.

Insgesamt liefert die Forschung im Bereich Gesundheitsverhalten mit Schwerpunkt auf Bewegung und Ernährung eine unverzichtbare Grundlage für evidenzbasierte Entscheidungen in Prävention, Gesundheitsförderung und Politik. Sie trägt dazu bei, individuelle Handlungskompetenzen zu stärken, strukturelle Rahmenbedingungen gesundheitsförderlich zu gestalten und langfristig die Lebensqualität sowie die Gesundheit der Bevölkerung nachhaltig zu verbessern.

Beschreibung (engl.)
URL
Bericht